Freitag, 20. August 2010

Der längste Tag (30 Std.)

Gnadenlos klingelten 2/3 unserer Wecker uns um vier Uhr früh aus einem kurzen und unruhigen Schlaf. Viel Zeit blieb nicht, da wir schon um 7:20 im Flieger sitzen mussten. Nachdem Hendrik erfolgreich 10 Euro für eine Kurzstrecke bezahlt hatte (der eigentliche Preis liegt bei 1,30 Euro, jedoch war sich dieser Automat scheinbar zu fein um Wechselgeld zu spendieren).

Kamen wir in den Genuss mit einem autonom-fahrenden "Skytrain" zum Terminal zu fahren.

Nach einigen Minuten auf dem Flughafengelände und einem Überteuertem Frühstück im Terminal ging es dann endlich los. Das Flugzeug war klein und die Bedeutung des Namens  "Holz-Klasse" wurde uns ein Stückweit klar.

Daher funktionierte das Schlafen nicht sonderlich gut. Was vor allem Jonathan arg zu schaffen machte. ;) Angekommen in Keflavik mussten wir dreierlei Dinge feststellen:

1. Wir waren fast die einzigen nicht Angestellten Personen auf diesem Flughafen (Selbst diese waren rar wie Bäume in New York City - aber dazu später mehr)

2. Das Essen sah besser aus als es schmeckte.

3. Isländische Kronen sind absolut nichts wert. (Wechselkurs etwa bei 1 Euro = 153 Kronen) Dies zeigte sich extrem, als wir ein Kartenspiel für 265 Kronen kauften (etwa 1,90 Euro), mit eine 2 Eurostück bezahlten und 22 Kronen Rückgeld bekamen (scheinbar waren die sehr glücklich 1. Euros zu bekommen und 2. ein paar Kronen los zu werden.

Nach einem weitern Securitycheck ging es dann zu Gate 32 wo wir 2 Zettel zum Ausfüllen bekamen. Dann ging es endlich Richtung New York City. Die Zeit in der Luft ging scheinbar nur langsam voran. Wahrscheinlich weil wir der Sonne hinterhergeflogen sind und die Zeit somit zu stehen schien. In NYC am JFK gelandet kam der aufregende Moment der Visa Kontrolle (welche ziemlich schnell vorüber war) und die erste Fahrt mit einem “ yellow cab“. Am Anfang der Fahrt wird man von einem Monitor im Rücksitz des Fahrers informiert wohin es geht und wenn dies nicht richtig wäre solle man sich an den Fahrer wenden oder bei einer Entführung etc. die 311 wählen. Da aber alles im grünen Bereich war ging die Fahrt los. Der Fahrer hat uns direkt vor unser Hostel gefahren. Auf der Fahrt haben wir die ersten live-Eindrücke von New York City bekommen. Es ist wirklich dreckig, laut und hässlich und man muss sich an die Andersartigkeit erst einmal gewöhnen, so gelten Verkehrsregeln scheinbar nur bedingt und wenn sie einem grade passen). Alles scheint plötzlich unvertraut und fremd. Gut dass wir zu dritt sind :D

Am Hostel angekommen, wird's schon problematisch. Die Dame am CheckIn sagte uns Hendrik hätte vor fünf Tagen schon eingecheckt . Nach einigem hin und her wurde es dann doch aufgeklärt und wir konnten unsere Zimmer beziehen. Da wir 1 Single und 1 Double hatten, haben wir per Münzwurf entschieden wer in welches Zimmer kommt. Hendrik bekam das Single Jonathan und Tobias teilen sich das Double. Im Single angekommen musste Hendrik feststellen das dort jemand zu wohnen scheint (es sah so aus als wär dieser jemand vor 5 Minuten aufgestanden). Also ab zur Reception und Meldung machen. Da kein anderes Single mehr frei war bekam er eins im 13. Stock. Dies sind die teureren Zimmer (wir bekommen es aber zum gleichen Preis), das sieht man auch sofort wenn man den Fahrstuhl verlässt.

Trotz unsere Müdigkeit sind wir dann auch schnell los in den Großstadtjungel. Nach dem wir ein wenig den Central-Park erkundigt haben peilten wir das Rockefeller Center an. Die wohl höchste und schnellste Aufzugfahrt unseres Lebens war schon ein kleines Highlight für uns. Aber dann kam der erste Blick über New York. Es war wirklich atemberaubend. Eben noch in den stickigen lauten Straßenschluchten gestanden, wurden wir nun in 43 Sekunden über den Himmel von New York geschossen. Alles was man bisher nur aus dem Fernsehen oder Kino kannte war auf einmal zum Greifen nah. Die Freiheitsstatue, das Empire-State-Building, das karierte Straßennetz, das von so vielen New York-Erfahrenen beschriebene "Vibrieren" der Stadt - alles war nun echt. Wir begreifen das erste Mal, wofür wir die letzten 8 Wochen so viel getan haben. Wir sind endlich angekommen und unser aufregendster, Erfahrung bringendster und spaßigster Trip kann beginnen.

zusammensetzung der Zeit:

ca. 30 Std. = 3.45 Uhr aufgestanden in Düsseldorf, danach 7.30 Abflug nach 3 Std. angekommen in Keflavik um 8.30 Uhr Ortszeit, 1,5 Std. Aufenthalt, Flug nach New York City 6 Std. angekommen 12.00 Uhr Ortszeit, wach bis 22 Uhr Ortszeit (4 Uhr morgens in Deutschland)

4 Kommentare:

  1. Hi Leute,

    toll, dass Ihr von Eurem Trip berichtet. Weiterhin viel Spass und spannende Eindrücke. (Was genau meint Ihr mit "die Stadt vibriert"? Spürt man das wirklich, oder ist das nur eine rhetorische Umschreibung der Hektik und Geschäftigkeit der Stadt?

    Grüße aus Wob/BS :-)

    Stefan Bosse

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  2. Ne, es fühlt sich auch so an:D liegt auch an dem Verkehr, der Stickigen Luft in den Häuserschluchten sowie den Ubahnen die unter einem Langziehen.

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  3. jungs! ich bin stolz auf euch!

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  4. Hallo Tobias,

    viele Grüße und eine tolle Zeit wünschen Dir

    Sigrid - Reiner und Dörthe

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