Samstag, 27. November 2010

Black Friday

In den letzten Wochen haben wir drei auf diese Woche hingearbeitet: "Thanksgiving-Break". Ursprünglich wollten wir da nach Washington, doch wir haben uns dazu entschieden lieber in Kenosha zu bleiben und uns von den Examen zu erholen.

Thanksgiving celebriert das Zusammentreffen der Pilger mit den Indianern vor zich Jahren und es läuft alles auf ein riesiges Festmahl hinaus (von dem man sich warscheinlich bis Weihnachten nicht erholt). Um zu vermeiden, dass man aber zu viel isst und zu wenig Sport macht gibt es einen Tag nach Thanksgiving, den sogennanten "Black Friday".

Was ist Black Friday? Black Friday bedeutet, dass das ganze Land Kopf steht um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Dazu öffnen die Geschäfte morgens zwischen 2 und 7 Uhr und schlagen mit Rabatten zwischen 40% und 70% um sich.

Um mir das Spektakel anzuschauen, hab ich mir das Schlafen ganz gespart (um zwei bekommt mich nix mehr aus dem Bett) und bin um 3:30 aufgebrochen. Los gings im Pickup zum Walmart einen Fernseher kaufen. Mit entsetzen musste ich feststellen, dass nahezu alle Parkplätze besetzt waren und halb Amerika scheinbar gerade unterwegs ist. Der Laden war voll, knallevoll. Überall saßen Leute in den Gängen und warteten darauf, dass bestimmte Angebote freigegeben würden. Dann kam die Entnüchterung. Der Fernseher wurde scheinbar schon um 2 ausverkauft, so das wir zum nächsten Laden aufbrechen konnten.

Das nächste Ziel war "Target" (im wahrsten Sinne des Wortes), die Öffnung des Ladens war um 4, so das wir uns gute Chancen ausmalten wenigstens etwas zu bekommen. Wir kamen etwa 5 Minuten vor Öffnung am Laden an, und reihten uns in die Schlange ein (die nebenbei bemerkt etwa 800 Meter lang, einmal um den Laden führte und dort eine kleine Schleife bildete). Unser Glück war ein Freund der sich im Kopf der Schlange befand, und uns versprach den TV für uns zu sichern. Ein guter Plan, wie wir 10 Minuten später feststellen mussten, als wir den Anruf bekamen, dass er den letzten (!) Fernseher sichern konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte es unser Teil der Schlange noch nicht einmal in den Laden geschafft. Im Geschäft gings richtig ab, überall Leute auf der Suche, nach DEM Schnäpchen. Wir haben zugesehen, dass wir schnellstmöglich an die Kasse kamen, bevor sich dort auch noch Schlangen bilden.

Letzte Anlaufstelle war Best Buy, wo es nicht viel besser aussah. Um etwa 5 Uhr gings dann nach Hause und ich hab mich im Stillen dazu entschieden, dass es mein erster und letzter Black Friday war (ausgenommen online ;)).

Dazu hab ich auch noch ein kleines Video auf YouTube gefunden(allerdings auf Englisch):

Donnerstag, 25. November 2010

Thanks Giving

Glücklicherweise hat jeder von uns eine nette amerikanische Familie gefunden, bei der wir Thanks Giving feiern dürfen. Ich möchte kurz erzählen, was ich heute erlebt habe.

Früh morgens ging es los zu Aunti-Aunt Gale's Haus um sich dort mit der ganzen buckligen Verwandschaft zu treffen. Pünktlich um elf sind alle erschienen. Jedes Familienmitglied hatte mindestens drei verschiedene Tabletts mit amerikanischen Leckereien mitgebracht. Nachdem das ganze Essen in der Küche aufgestellt wurde, trennte sich gleich Männlein von Weiblein. Die guys setzten sich gleich alle vor die Glotze um Football zu gucken. Die Mädels zogen sich ins Wohnzimmer zurück um die Babys zu betätscheln und sich über die footrballguckenden Männer lustig zu machen. In den Statien wurde pompös das Thanks Giving mit viel Bum Bum, Militär, Cheerleaders, tausenden übergroßen Amerikafahnen und "God Bless America"-Gesängen gefeiert.

Natürlich wurde das Buffet schnell eröffnet und bis zum Ende des Abends gegessen. Ich muss sagen der Truthahn war ser lecker. Die Familie war erst ein wenig schüchtern mit mir zu reden und konnten mich irgendwie noch nicht so richtig einordnen. In der Halbzeitpause jedoch wurde ich eingaladen im Garten Footbal zu spielen. Gut dass ich die Regeln nicht kenne, aber natürlich bin ich mit raus. Nach einer kurzen Einweisung gings los und ich habe versucht so gut es geht den taktischen Anweisungen zu folgen. Letztenendes konnte ich zwei touch downs verbuchen und als es dunkel wurde sind alle glücklich und durchgeschwitzt ins Haus. Anscheinend hatte ich die Prüfung bestanden, denn nach dem Spiel fingen die Amerikaner an mit mir zu reden :D Sie waren sehr interessiert in die deutsche Wirtschaft und das Schulsystem. Manchmal kam sogar ein wenig Selbstkritik zum Vorschein. Dabei wurde ich schon vorgewarnt, dass ich mich auf keine politische Diskusion einlassen soll, da nur Bluts-Republikaner anwesend waren :D

Nachdem das letzte Stück Truthahn gegessen wurde verabschiedeten sich alle. Jeder möchte heute früh ins Bett. Denn heute nacht um drei öffnen die Läden für den großen Weihnachtsverkauf. Desshalb heisst der morgige Freitag auch "Black Friday". Ich bin gespannt was ich morgen auf der großen shoppingtour in Chicago erleben werde!

Cu.

Sonntag, 14. November 2010

Nom, Nom, Nom

Ich glaube es gibt kein Thema, dass in den letzten Wochen öfter angesprochen wurde als der Unterschied der Nahrungsmittel in Europa und den Staaten. Nachdem mir meine eigene Muttter attestierte, dass ich im Gesicht dicker geworden bin, hab ich beschlossen dieses Thema in unserem Blog nicht unerwähnt zu lassen.

Dienstag, 2. November 2010

Halloween

Am 23.10.2010 stand für Tobi und Hendrik eine Halloween Party auf dem Plan. Nach einem ersten Foto-Shoot betraten die Mario Brothers das Haus. Zu 8t ging es dann in den "Zwischenkeller" oder wie auch immer man das nennen möchte. Halt ein Keller, bevor es in den Keller geht. Man fühlte sich wieder "jung": ganz unten waren die kleinen Kinder wir waren in der Mitte und die Erwachsenen waren oben.

Halloween ist, wie wir erfahren durften, für die Amerikaner ein Grund sich selbst, ebenso wie das Haus mit vielerlei Nippes zu dekorieren. Dies beinhaltet mehrere hundert dollar für eben dieses auszugeben. So haben manche Häuser Zombiesbuttler die mit den Augen rollen, stöhnen oder sonst welche Bewegungen oder Geräusche machen. Man sieht gelegentlich auch Nebel über den Vorgärten aufsteigen und sich langsam an den Grabsteinen vorbei schleichen.

Aber alles in allem war es doch sehr witzig.