Freitag, 24. September 2010

Diversity

Hendrik und Tobias wurden gebeten, für ein Video über Vielfalt (Diversity) einen kleinen Beitrag zu leisten. Diesen Clip wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Dienstag, 21. September 2010

Unser erster Monat

Seit gestern sind wir genau einen Monat in den Staaten. In dieser Zeit haben wir unglaublich viel gelernt, angefangen bei Kulturellen Unterschieden über Sprichwörter und Witze bis hin zu anderen Sportarten. Die ersten Wochen sind für uns wie Urlaub gewesen, kaum Unterricht und wir sind echt viel rumgekommen. Inzwischen hat uns aber auch der Altag eingeholt, im Gegensatz zu der Uni in Wolfenbüttel, sammelt man sich den Großteil seiner Note durch Tests und Hausaufgaben. Während man sich in Wolfenbüttel auf die faule Haut legen kann (wenn man sichs leisten kann), muss man hier benotete Hausaufgaben einreichen und Tests schreiben. Es reicht also nicht aus, nur zum Final Exam zu erscheinen.
Am Tag hat man zwischen 2-6 Stunden Vorlesungen (Dienstag und Donnerstag sind bei uns hart). Die restliche Zeit füllt man mit Hausaufgaben aus. Dazu kommen Activities, normale soziale Kontakte und das Altagsleben. Manchmal sehnt man sich dann doch nach ein paar Minuten Ruhe.
Beindruckend finde ich, wie man sich mit seiner Uni verbunden fühlt. Unterstützt durch Cheers, eine Corporate identity und diverse Activities fühlt man sich nach 3 Wochen schon mehr als Teil der Uni.
Dieses Wochenende fanden mehrere Sportveranstalltungen statt, bei denen unsere Rangers diverse andere Unis vernascht haben. Wir waren beim Volleyballspiel und davon total begeistert. Die Amerikaner machen selbst aus so kleinen recht unbedeutenden Ereignissen eine riesen Show (mit Anzeigetafel, Linienrichtern, Fangesängen und Supportersclub etc...). Ich erinnere mich dabei an meinen alten Dorfverein, wo wir mit ner Stulle im Mund meinen Bruder fragen mussten, wie der aktuelle Spielstand ist.


Wer momentan überlegt, ein Auslandsemester machen zu wollen, können wir nur eine Sache sagen: MACH ES!
Es lohnt sich und man bekommt unglaublich viel Unterstützung von allen Seiten. Das Exchange Programm der Ostfalia deckt echt den größten Teil der entstehenden Kosten ab. Und wir haben von beiden Unis soviel Unterstützung bekommen, dass es bissher nicht eine einzige nennenswerte Schwierigkeit gab.

Montag, 20. September 2010

Die 100 größten Unterschiede zwischen Europa und den Staaten

- Fussballkicker haben 13 statt 11 Spieler
- Kiba gibts hier nicht (mangels Bananensaft)
- Handybesitzer bezahlen wenn sie angerufen werden
- Handybesitzer bezahlen die sms wenn sie angeschrieben werden
- Es gibt im Supermarkt kein Bier nach 21:00 zu kaufen (Wisconsin)
- Bars schließen um 2Uhr nachts (Wisconsin)
- Es gibt fast nur Werbung im Fernsehen
- Die Frauen bei den Spots für Sexhotlines sind komplett angezogen
- Musik im Radio und TV ist zensiert
- Es wird nur mit einer Hand gegessen
- Toiletten sind bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt
- Kelloggs Froop Loops sind noch bunter als bei uns
- Stopschilder sind manchmal beleuchtet
- Stopschilder sind überall
- Sich wegen Alkohol übergeben kostet 300$
- Die Strafen sind davon abhängig, von wem man erwischt wird
- es gibt keine Gehwege
- Joghurtbecher sind andersrum
- man darf sich seinen platz im restaurant nicht selber aussuchen
- Schwarzbrot ist nur schwer zu bekommen
-

Over the Hill

Am Samstag war Jonathan von der Familie einer Komilitionin zu einer besonderen Party eingeladen . Am Abend zuvor ging es jedoch zu einem Footballspiel der Highschool des kleineren Cousins. Das Spiel glich mehr einer Unterhaltungsshow als einem Sportevent. Das Beste waren die Cheerleader und die Bigband, die in den Pausen zeigten was sie können. Das Spiel an sich war eher langweilig, was zum Einem daran lag, dass Jonathan die Regeln nicht kennt und es mehr Unterbrechungen als Spielfluss gibt. Aber es war spannend so ein Event mal mit zu erleben. Football ist für die Amis wirklich das ein und alles.

Am nächsten Tag begannen die Vorbereitungen für die Party.
Die besagte Tante wurde 40 Jahre alt. Für die Amerikaner bedeutet dies anscheinend, dass die aufregensten Seiten des Lebens vorbei sind und es von nun an nur noch abwärts geht. Demnach wurde für Tante Anne eine Überraschungsparty organisiert. Alle Gäste wurden angehalten schwarz zu tragen und das ganze Haus wurde in einem düsteren Schwarz geschmückt. Überall waren liebevolle Sprüche wie “Du bist nun älter als Dreck” an den Wänden zu lesen.
Nach gelungenem “Surpriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiise!” wurde zügig das Bufet eröffnet. Es gab Leckereien von KFC, Mini-Tomaten mit mehr Farbe als Geschmack, verschiedene Chipssorten gemischt mit salzigem Popkorn und eine Megatorte von Wal*mart.
Etwas wie “guten Appetit” scheint den Amerikanern genauso fremd zu sein wie der Gebrauch von  Messer und Gabel. Nach dem Essen durfte Jonathan sich den Kids zuwenden um sie mit Football, Basketball und Skateboarding zu bespassen. Alles in Allem war es ein tolles Wochenende an dem Jonathan “echte” amerikanische Kultur hautnah miterleben durfte.

Dienstag, 14. September 2010

Back to the roots

Endlich! Wir haben es geschafft! Deutsches Schwarzbrot!

Ja, tatsächlich, in einem recht großen (auch für amerikanische Verhältnisse) Supermarkt für Internationale Spezialitäten wurden wir fündig.  Und nicht nur das, KiBa gabs da auch (zwar zum selber mixen, aber immerhin). Also alles in einen Sack und für umgerechnet 30 Euro 2 Tüten Chips, 1 Bananen Nektar, 1 Kirsch Saft, 1 Glas Nutella, 3 Packungen Vollkornbrot und Soße für die Chips. Da kommt der Feinschmecker zum

tragen.



Und, witziger Weise, entgegen der Amerikanischen Natur, konnte man nicht mit Kreditkarte be



zahlen. Und da wir Bargeldlos leben ging die Sucherei nach Geld erstmal richtig los. Aber wie ihr wisst, am Ende gibt es doch ein Ende und somit ging es wieder ab in die Suites. Dort musste dann natürlich auch das ers

te Stück Heimat gekostet werden. Und genau das war es: ein Stück weit (oder sollte man besser sagen eine Scheibe) Heimat.

Den nächsten Tag genossen Tobi und Hendrik ein deutsches Frühstück. Der Darm beschwerte sich ein bisschen, wahrscheinlich ist er gesundes Essen einfach nicht mehr gewöhnt, aber das war es wert.

Somit gehen wir gestärt mit der Kraft des Vollen Korns in den Tag.

Montag, 13. September 2010

Wasserspaß

Sonntag:


Alle die Lust hatten durften mit zu Jennas Daddy fahren um auf einem See zu “boaten”. Hendrik, Tobi und Jonathan packten natürlich ihre sieben Sachen um an diesem Event teilnehmen zu können. Bei strahlendem Wetter fuhren wir zu neunt los in Richtung See.  Der See liegt in mitten einer gepflegten Wohngegend und bietet genug Platz für Jetskiing, Wakeboarding und sonstigen Wasserspass. Wir näherten uns einem geräumigen Sportboot. Nach dem klar war, dass wir mit eben diesem Boot über den See heizen werden und wir auch Gebrauch von allen erdenklichen Wassersportgeräten machen dürften, war Jonathan nicht mehr zu halten und lies sich die Vorfreude auf's Wakeboardfahren ansehen. Nach ein par Runden wakeboardfahren

probierten wir die Tubes aus. Hendrik und Jonathan gaben sich spektakuläre Kämpfe während sie jeder mit einem Tube mit knapp 50 km/h über das Wasser gezogen wurden. Tobi wollte zu gern auch ein Wassergerät testen, sein Rücken lies dies jedoch nich

t zu. Aber auch Tobi sollte noch seine Portion Spass abbekommen. Nach einer Stärkung bei Coke und Hamburgern erschien auch Jennas Bruder mit seinem Van. Er hatte zwei Jetskis geladen. Tobi war nicht mehr zu halten, als ihm gesagt wurde er könne einen Jetskiausprobieren. Gesagt getan schwang er sich auf das Wassermotorrad. Der Bruder zeigte nur auf das Gaspedal und schon drehte Tobi es durch und war außer Sichtweite. Das einzige was wir von ihm die nächsten fünfzehn Minuten sahen und hörten waren Wasserfontainen und Motorengebrü

ll. Überglücklich und geflasht parkte er den Jetski am Pier bei traumhaften Sonnenuntergang. Zufrieden und müde fuhren wir heimwärts, ließen den Abend mit den MTV Video Music Awards und Pizza ausklingen.







Samstag, 11. September 2010

Dienstag, 7. September 2010

Chicago

Nach dem wir am Samstag um sieben Uhr aufgestanden sind, fuhren wir
mit Jen (eine Kommilitonin) zum Bahnhof in Kenosha. Der Zug fuhr
pünktlich um 8.30 ab. Für nur 7$ das ganze Wochenende wurden wir von einem typischen amerikanischen Zug nach Chicago gebracht. Zug fahren in den USA ist noch langweiliger als in Deutschland. Der Zug ist ebenso bullig wie hässlich und alt. Nach einiger Zeit konnten wir aber die Skyline von Chicago erblicken und uns schon einmal vorfreuen. In
Chicago angekommen, wollten wir erst einmal frühstücken. Leider konnten wir uns nicht gleich zwischen 15 verschiedenen Trash-Food-Anbietern entscheiden. Nach einer halben Stunde hatten wir jedoch alle etwas gefunden und einen schweren Magen. Unser erstes Ziel war das höchste Gebäude Chicagos: Der Willis Tower. Leider mussten wir sehr lange anstehen um endlich mit dem Fahrstuhl ähnlich wie in New York in in die Höhe geschossen zu werden. Die Geschwindigkeit in der wir mehr als 100 Stockwerke in die Höhe geschossen wurden war schon atemberaubend. Oben angekommen begeisterte uns ein toller Blick über den Lake Michigan und
Chicagos Umgebung. Das Wetter war für einen solchen Trip perfekt. Das nächste Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Man konnte sich in Glasboxen an der Hauswand stellen und unter sich die Leere und Tiefe spüren. Ein komisches Gefühl hatten wir dabei schon. Die Bilder
sprechen für sich, es war ziemlich lustig. Runter sind wir dann mit einem offiziellen Fahrstuhl, um die Schlange für den Besucherfahrstuhl zu umgehen.
Anschließend sind wir durch Chicago Richtung Park geschlendert.
Chicago hat architektonisch einiges zu bieten. Alles scheint neu und
sich den Gesetzen der Physik widersetzten zu wollen. In sich
verschlungene Brücken, Häuser, die fast nur aus Glas bestehen,
unwirkliche Skulpturen und schiefe Dächer zeigen wie reizvoll diese
Stadt für Künstler ist. Nach einem langen Marsch durch den Park
stärkten wir uns im Millers Pub mit ein paar amerikanischen
Spezialitäten und irischem Bier um dann die Heimreise anzutreten. In
Kenosha angekommen ließen wir den Abend bei Videospielen mit dem
Global Village und den Leuten von Catalyst ausklingen.

Freitag, 3. September 2010

erste Vorlesungstag

Heute ist unserer erster Studientag!!! John und Tobias starteten gleich
mit Lineare Algebra durch, während Hendrik noch etwas ausschlafen konnte,
da seine Computer Visions Vorlesung erst später hatte. Unsere Vorlesungen
finden überwiegend nachmittags bzw. Abends statt, weil wohl viele
Studenten morgens arbeiten müssen. Uns selbst ist es prinzipiel egal, da
wir ja eh schon auf dem Campus sind. Und so können wir den Morgen nutzten
um nach Europe zu chatten oder zu skypen. Nachmittags liegen die ja alle
schon in ihren Bettchen.
Passend zum Studienanfang schlug auch das Wetter um, die Strahlende Sonne
ist einem tropischen Wetter gewichen. Eine Athmosphäre die eher an ein
Treibhaus erinnert. Abends fings dann richtig an zu schütten und zu
gewittern.
Als wir gegen 9 Uhr abends von unseren letzten Vorlesung kamen, war das
Global Village bereits dabei nen Filmabend mit "Hang over" vorzubereiten.
Anschließend wollen wir noch den Geburtstag von Jen feiern, da wir den
ganzen Tag noch nicht dazu gekommen sind, ihr zu gratulieren.
Die Vorlesungen in Kenosha sind meist kleiner als die in der Ostfalia,
Hendrik saß bei Computer Visions sogar nur mit 5 anderen Studenten im
Sahl. Datenbanken ist mit 24 Studenten voll.

Mittwoch, 1. September 2010

PreSeason

Da am Montag die UWP aus irgendwelchen Gründen geschlossen war, blieben wir noch eine Nacht bei unserer Gastmutter. Ich glaube, dass jeder von uns damit leben konnte, angesichts der Gastfreundschaft die uns hier angeboten wurde. Das Essen war wie auch schon in New York üppig und wahrscheinlich richtig ungesund, wobei nun wenigstens auch frisches Gemüse und Obst auf der Speisekarte standen. Dienstag war es dann soweit, nach einer kurzen Shoppingrunde im Piggly Wiggly fuhren wir zur UW-Parkside.

Dort angekommen mussten erst mal einige Dinge geklärt werden, wie etwa Schlüsselübergabe und Einweisung ins Global Village durch den sehr netten Hall Director Tom und die ebenfalls sehr nette Resident Advisor Karina. Kaum hatten wir die Betten bezogen, ging es auch schon um 17 Uhr zum Dinner (Abendbrot). Danach ließen wir den Abend mit ein paar Runden Guitar Hero ausklingen. Bei dieser Gelegenheit lernten wir auch gleich mehrere Amerikanische Student/innen kennen. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und es war uns sehr schnell klar, dass die Amerikaner einen fable für Deutschland haben.

Die nächsten Tage wurden wir mit Kennenlernrunden und Organisatorischen Dingen beschäftigt. Die Vorlesungen beginnen ja erst am 2. September so das wir einfach das gute Wetter genießen können und die Zeit dazu nutzen Kenosha, den Lake Mischigan oder das Campus Gelänge besser kennen zu lernen.

Der Campus ist riesig, es gibt zig Sportfelder für diverse Sportarten, angefangen bei Softball bis hin zu Frisbee Golf. Dazu kommen noch 3 Sporthallen sowie ein Schwimmbad. Die eine Sporthalle ist so riesig, dass sogar eine 400-Meter Laufbahn (geschätzt) Bahn darin Platz findet.

Die Abende kann man auch gut im Keller ausklingen lassen, wo neben diversen Spielautomaten auch Billardtische und Kickertische stehen.

Während der PreSeason Phase kann man in der Kantine so viel essen wie man will, so dass wir momentan immer nur etwas von dem fettigen Essen mit einem großen Salat kombinieren. Mal sehen, wie die Preise im Regulären Semesterbetrieb sind.

Gestern wurden wir zu einer Tanzparty auf dem Campus eingeladen. Enttäuscht mussten Hendrik und Tobias feststellen, dass dort nur Black HipHop gespielt wird, also absolut nicht deren Fall.

Die Amerikaner tun echt alles, damit man sich als Teil der Universität sieht, neben diversen Kennenlernübungen an jeder Ecke sowie Picknicks mit BBQ gibt es nahezu alles mit Parkside-Logo zu kaufen. Als Andenken ist das echt super.

Abschließen kann man sagen, dass wir in der PreSeason eine Menge Erfahrungen gesammelt und mit anderen Teilen konnten. Und wir sind gespannt was uns die nächsten Wochen erwartet.

P.S. Lunardi bloggt auch ueber seine Zeit in Amerika