Samstag, 12. Februar 2011

Über ein anderes Land im Netz

Wer kennt das nicht, ein guter Freund schickt einem einen Videolink zu und statt des erhofften Videos bekommt man nur einen "Der Inhalt ist in deinem Land nicht verfügbar" text zu sehen. Es wäre nun etwas teuer und übertrieben, nur für dieses Video ins Ausland zu fahren. Aber wir können mit etwas Aufwand unseren Internetanschluss ins Ausland verlegen.

Das blöde an dieser ganzen Nummer ist nur, dass wir einen Computer im Ausland brauchen. Hierzu kann man einen guten Freund kontaktieren oder sich in einem Rechenzentrum einen Server mieten. Inzwischen geht das sogar für ein knappes Jahr umsonst beim Internetriesen Amazon. Den seit der Wikileaks-Geschichte wissen wir, dass die Jungs nicht nur Bücher sondern auch Onlinespeicherplatz anbieten.

Dieser Weg geht natürlich auch bei jedem anderen Serverhoster im Ausland. Der Einfachheitshalber habe ich mich jetzt nur auf Linux als Serverbetriebsystem und Windows als Client beschränkt. Der Trick funktioniert natürlich auch mit jedem anderen Betriebsystem. (Ein bisschen Googlen + Try and Error).

Das Amazon Angebot heißt AWS EC2. Hier kann man sich virtuelle Rechner in Amazons Rechenzentrum erstellen lassen. Bezahlt wird für jede Stunde die ein solcher Server aktiv läuft. Momenan bekommt man als Neukunde 750 Stunden im Monat frei für die kleinste Servereinheit. Was für unseren Zweck völlig ausreichend ist. Zum registrieren geht man einfach auf http://aws.amazon.com. Bei der Registrieung muss man auch schon seine Kreditkartendaten hinterlegen. Macht also keinen Mist und bestellt nen Quadcoreserver.

Nachdem ihr die Registrierung abgeschlossen habt, könnt ihr euch auf der AWS Management Console anmelden. Über den Reiter EC2 könnt ihr dann anschließend neue Instancen erstellen. Da habe ich den einfachen SUSE Server genommen. Euch steht es selbstverständlich Frei eure Lieblingsdistribution auszuwählen (unter Custom AMIs). Allerdings solltet ihr eine Instanz vom Type micro erstellen. Ansonsten könnte es teuer werden. Beim Erstellen generiert ihr auch ein Schlüsselpaar. Dieses braucht ihr später um euch zu authentifizieren. Daher gut merken, wo ihr es gespeichert habt. Der Server steht schon nach wenigen Minuten zur Verfügung.

Für den nächsten Schritt benötigt ihr zwei Tools, einmal Putty und PuttyGen. Beides bekommt ihr auf dieser Seite: http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/download.html

Mit PuttyGen erstellt ihr den privaten Schlüssel zum Einloggen. Einfach starten, die PEM Datei die ihr eben noch bei Amazon herunter geladen habt importieren und dann auf den Button "Save private key".

In Putty können wir diesen Key dann unter SSH->Auth einstellen. Als letztes tragen wir noch unter Tunnel, einen Netzwerktunnel ein(siehe Screenshot).

Als letztes müssen wir das Ganze nur noch in den Firefox eintragen. Dazu gibt es in den Einstellungen einen Punkt netzwerk. Wir wir localhost und den eben gewählten Port unter Sockets eintragen können.

Nachdem wir das gemacht haben, sind wir fertig und können den Firefox wie gewöhnlich verwenden. Allerdings darf Putty nicht mehr geschlossen werden, da dann auch der Tunnel geschlossen wird.

Wem das hier zu viel Text ist oder wem das zu detailarm beschrieben ist, kann sich das dazugehörige Video auf YouTube anschauen.

Viel Spaß damit.

Hier das Video zum Artikel:

2 Kommentare:

  1. Hello! dgedfec interesting dgedfec site!

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  2. Werft einen Blick auf die Erfahrung von Globetrottern...!..Vielleicht schreibst du ja auch bald einen Bericht uber deinen spannenden Auslandsaufenthalt!... Von einem students-Mitarbeiter meinen neuen Mitbewohnern und Freunden wurde ich gleich am ersten Abend darauf vorbereitet dass in Kapstadt mehr auf mich wartet als nur eine 40Std.-Arbeitswoche.....Was dann tatsachlich auf mich zukam ..- das schonste Panorama der Welt..- traumhafte Strande Naturlandschaften und eine einzigartige Tierwelt..- fantastisches Essen und exzellenter Wein..- ein Nachtleben das seinesgleichen sucht..- ein vollkommen neuer way of life the capetonian one ..- eine aufstrebende stolze Nation auf dem Weg zur WM 2010..- Verkehrschaos..- die auch nicht so schone Realitat der Mother City....Mein Praktikumsplatz hat meine Erwartungen erfullt. Was kommt jetzt stellt man sich die Frage Eine Absage nach der anderen sammeln einen Master draufsetzten Harz4 ?...Nachdem mir ein Freund Kapstadt warmstens empfohlen hatte fiel mir die Entscheidung nicht schwer ab nach Sudafrika!

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