Sonntag, 14. November 2010

Nom, Nom, Nom

Ich glaube es gibt kein Thema, dass in den letzten Wochen öfter angesprochen wurde als der Unterschied der Nahrungsmittel in Europa und den Staaten. Nachdem mir meine eigene Muttter attestierte, dass ich im Gesicht dicker geworden bin, hab ich beschlossen dieses Thema in unserem Blog nicht unerwähnt zu lassen.

Ich versuche jetzt mal unsere kulinarischen Erfahrungen in eine chronologische Reihenfolge zu bringen. Unsere ersten Erfahrungen machten wir in Manhattan, wo wir uns nahezu ausschließlich von FastFood ernährt haben. SubWay und MacDonalds sind geschmacklich etwa vergleichbar mit dem was man in Europa bekommt (ich habe nur manchmal das Gefühl, dass das Personal freundlicher ist). Ein paar Leute haben mich im Vorfeld davor gewarnt, dass die Cola hier süßer sein soll. Ich persönlich habe den Unterschied noch nicht rausgeschmeckt(zumindest nicht bei Cola). Döner gibt es aber auch in einer Stadt wie NewYork nicht. Man kann sich an manchen Ständen Gyros bestellen (was wir aber aufgrund der hygenischen Umstände nicht versucht haben). Stattdessen kann man viel eher Mexikanisch essen und Kaffee trinken. Einen StarBucks gibt es quasi an jeder Ecke.

Nach NewYork fing unser Körper an sich mehr und mehr über die neuen Nahrungsmittelumstände zu beschweren (Details erspare ich euch). Das Frühstück in Amerika ist um einiges Fettreicher als das was wir von daheim gewöhnt sind. Während ich meinen Tag in Deutschland mit nem Käsebrot oder -Brötchen beginne. Gibts hier croissants belegt mit Hamburgerfleisch und einem Spiegelei (Proteine pur), dazu gibt man sich noch n Pancake und/oder fritierte Frenchtoasts. Da das absolut zu viel für unsere Europäischen Mägen ist, haben wir inzwischen eine alternative Lösung für uns gefunden: Bagel mit Frischkäse (gibts jetz jeden Morgen: der Magen findets gut).

Meine Oma hat mich immer erzogen, alles brav aufzuessen. Eine Einstellung die einen hier evtl. ins Krankenhaus befördert. Die Portionen, die man bekommt sind meist etwas größer, man merkt das aber erst, wenn man das Endergebnis zwischen hier und Europa vergleicht (die Disskussionen darüber, könnten auf MTV um Mitternacht gesendet werden).

Die nächsten Unterschiede haben wir dann beim alltäglichen Shoppen bei Walmart feststellen können. Für einen gemütlichen Abend wollten wir uns KiBa mischen. Es gibt aber weder Kirschsaft noch Bananensaft zu kaufen (wenn man lange genug sucht und 10$ die Flasche bezahlt, wird man bei Woodmens fündig). MilkyWays sind hier Braun und erinnern an Marsriegel (dachte immer die Milchstraße wär Weis-> Vermisse die Michcreme :( ). Achso, und die Portionen in denen man sich die Nahrungsmittel verschafft, sind meist etwas größer als in der alten Welt.

Süßigkeiten sind sowieso ein anderes Thema und könnten ein eigenen Artikel füllen. Einige sind für unsere Gaumen nicht genießbar (dazu zählen: CandyCorn, SugarCookies, alles mit Erdnusbutter drin, Snowballs,...).

Auf der Parkside mussten wir feststellen, dass die Cola mit Leitungswasser angemischt wird, was ja nicht weiter schlimm wäre, wenn die kein Chlor ins Wasser mischen würden.

Wenn ich den Artikel so überfliege, klingt der Reichlich Negativ. Daher will ich auch die guten Seiten rauskehren. Wenn man ein wenig darauf achtet, was man isst. Kann man auch hier gesund essen. Die Mensa führt auch Sandwiches, Sushi und recht gut zubereitete Speisen aus der Pfanne. Ebenso gibt es meist ein reiches Angebot an Salat (bei Olive Garden sogar AllYouCan Eat). Ich liebe die ganzen Chips und ihre Dipps und ich bin vorher nie auf die Idee gekommen, Chips als Beilage zum Mittagessen zu verwenden (schmeckt unglaublich gut mit Chili oder auf nem Burger). Sowieso mag ich die Soßen hier.

Fazit: Wenn man in Maßen und abwechslungsreich isst, kann man ein Auslandssemester in den Staaten überleben ohne gleich zu platzen. Ein Blick in den Spiegel sagt mir, dass ich noch n Semester hier überleben würde.

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