Dienstag, 7. September 2010

Chicago

Nach dem wir am Samstag um sieben Uhr aufgestanden sind, fuhren wir
mit Jen (eine Kommilitonin) zum Bahnhof in Kenosha. Der Zug fuhr
pünktlich um 8.30 ab. Für nur 7$ das ganze Wochenende wurden wir von einem typischen amerikanischen Zug nach Chicago gebracht. Zug fahren in den USA ist noch langweiliger als in Deutschland. Der Zug ist ebenso bullig wie hässlich und alt. Nach einiger Zeit konnten wir aber die Skyline von Chicago erblicken und uns schon einmal vorfreuen. In
Chicago angekommen, wollten wir erst einmal frühstücken. Leider konnten wir uns nicht gleich zwischen 15 verschiedenen Trash-Food-Anbietern entscheiden. Nach einer halben Stunde hatten wir jedoch alle etwas gefunden und einen schweren Magen. Unser erstes Ziel war das höchste Gebäude Chicagos: Der Willis Tower. Leider mussten wir sehr lange anstehen um endlich mit dem Fahrstuhl ähnlich wie in New York in in die Höhe geschossen zu werden. Die Geschwindigkeit in der wir mehr als 100 Stockwerke in die Höhe geschossen wurden war schon atemberaubend. Oben angekommen begeisterte uns ein toller Blick über den Lake Michigan und
Chicagos Umgebung. Das Wetter war für einen solchen Trip perfekt. Das nächste Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Man konnte sich in Glasboxen an der Hauswand stellen und unter sich die Leere und Tiefe spüren. Ein komisches Gefühl hatten wir dabei schon. Die Bilder
sprechen für sich, es war ziemlich lustig. Runter sind wir dann mit einem offiziellen Fahrstuhl, um die Schlange für den Besucherfahrstuhl zu umgehen.
Anschließend sind wir durch Chicago Richtung Park geschlendert.
Chicago hat architektonisch einiges zu bieten. Alles scheint neu und
sich den Gesetzen der Physik widersetzten zu wollen. In sich
verschlungene Brücken, Häuser, die fast nur aus Glas bestehen,
unwirkliche Skulpturen und schiefe Dächer zeigen wie reizvoll diese
Stadt für Künstler ist. Nach einem langen Marsch durch den Park
stärkten wir uns im Millers Pub mit ein paar amerikanischen
Spezialitäten und irischem Bier um dann die Heimreise anzutreten. In
Kenosha angekommen ließen wir den Abend bei Videospielen mit dem
Global Village und den Leuten von Catalyst ausklingen.

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