Abhilfe schaffen da so genannte "Renderfarmen". Das sind vernetzte Computer, die sich die Renderarbeit teilen. Aber warum Renderfarmen mieten, wenn man sich einfach und schnell eine Eigene bauen kann? Ich will mit Loki Render zeigen, wie das geht.
1. Animation/Grafik speichern
Die Animation (oder Grafik) wird als *.blend Datei gespeichert. Wichtig ist hierbei, dass bei den Rendereinstellungen (F10) schon das richtige Layer gewählt ist, die Auflösung stimmt, die Qualität passt, externe Dateien eingepackt (File › External Data › Pack into .blend file) und das Dateiformat kein Videoformat ist (z.B Jpeg). Das ist deshalb wichtig, weil jeder Rechner einen Frame rendert und dann den nächsten aufgreift.
2. Loki Render installieren
Voraussetzung für Loki Render sind Python, Blender und Java.
Für Ubuntuuser reicht der Befehl:
sudo apt-get install default-jre blenderPython dürfte schon standardmäßig installiert sein.
Windowsnutzer laden sich Python, Java und Blender runter und installieren es.
Jetzt kann Loki Render heruntergeladen und entpackt werden. Bei Linux schiebt man entweder die Dateien aus dem Ordner LokiRender_XYZ direkt in's Homeverzeichnis oder passt in der Datei launchLoki.sh den Pfad an.
Wichtig: Diese Installation ist auf jedem Rechner vorzunehmen, der rendern soll!
3. Loki Render starten
Nun startet man auf jedem Rechner der Farm Loki Render entweder über launchLoki.sh (Linux) oder über lokiRender_XYZ.exe (Windows). Dabei spielt die Reihenfolge keine Rolle.
Es gibt NUR einen "Master". Das ist der Rechner, der die Aufgaben verteilt, Vorgänge überwacht und auf dem die Frames gespeichert werden. Der Master kann aber auch gleichzeitig "Grunt" sein, also rendern, dann wählt man "Master and Grunt". Auf den anderen Rechnern wählt man "Grunt".
Die Rechner müssen selbstverständlich im gleichen Netzwerk sein.
4. Loki Render konfigurieren und Rendern
Nachdem man "Master" oder "Grunt" ausgewählt hat, wird nach dem Pfad zu Blender gefragt.
Bei den "Grunts" muss man dann gar nichts weiter konfigurieren.
Der "Master" bekommt ein Fenster mit zwei Spalten zu sehen. Links die Aufgaben, rechts die verfügbaren "Grunts".
Nun wählt man Jobs › New und stellt ein:
Type: Blender
Name: (Beliebiger Name des Auftrages)
Project File: (Die *.blend Datei)
Output Directory: (Der Ausgabeordner)
Output File Prefix: (z.B.: vid_ ergibt vid_0001.jpg, vid_0002.jpg, vid_0003.jpg,...)
First Frame: (Erster Frame)
Last Frame: (Letzter Frame)
Tile rendering ist nicht für Animationen, weil es einen Frame in mehrere Teile zerlegt.
Mit "Save" speichert man den Auftrag.
Mit "Start" startet man das Rendern.
5. Ausgabe
Die Ausgabedatei(en) findet man im Ausgabeordner und kann z.B. Jpeg-Dateien unter Linux mit dem Befehl
ffmpeg -i Ausgabeordner/vid_%04d.jpg Ausgabeordner/vid_komplett.aviin avi umwandeln.
Viel Spaß mit Loki Render wünscht Harry
Weitere Informationen gibt es unter: http://loki-render.berlios.de/
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